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Helga de la Motte-Haber: |
Lautsprecher, Soundsampling, synthetische Tonerzeugung machen Klänge jeglicher Art unabhängig von ihrer Schallquellen und sie machen sie an jedem Ort verfügbar. Klänge können durch computergesteuerte Systeme heute zeitlich exakt im Raum verteilt weden. Utopische Entwürfe klingender Räume, deren Gestaltung nicht nur zum Sehen, sondern auch zum Hören bestimmt ist, wurden realisierbar. Am Ende des 20. Jahrhunderts, das in manchen Jahrzenten nur wie eine Nachgeschichte wirkte, zeigen sich neue, in sich reich differenzierte Kunstformen einer Integration von Raum, Zeit und Klang, die mehr sind als nur ästhetische Innovationen, weil sie an prinzipielle Fragen des Erkenntnisvermögens rühren. Bernhard Leitner begann 1968 Ton als architektonisches, skulpturales Material zu entdecken und damit räumliche Untersuchungen vorzunehmen. [»] | |